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Fernmeldezentrale in der Hauptfeuerwache am Schweinemarkt

Hamburger Feuermeldeanlage

Noch vor  dem Dienstbeginn der Berufsfeuerwehr im Jahre 1872 geht  eine elektrische „Feuertelegraphenlinie“ der Firma Siemens & Halske in Betrieb. Sie hat 46 Sprech- und 48 Feuermeldestationen mit rund 75 km Leitungslänge. In der "Mittheilung  No. 77 vom 6.11.1871" des Senats an die Bürgerschaft wurde vorgegeben, dass „ alle sieben Leitungen sowohl durch die Centralspritzenstation (Wache 1 am Schweinemarkt) als auch durch die Centralstation am Neuenwall zu führen und mit Apparaten zu vorsehen sind, so dass also von jedem dieser Centralpunkte eine direkte Correspondenz mit jeder einzelnen Station möglich ist".

Die Türmer auf St. Michaelis, St. Catharinen und St. Jacobi, die mittels "Sprachrohren" mit den Feuerwachen verbunden waren, wurden an das Feuer-Telegraphennetz angeschlossen. Berühmt geworden ist die noch im Original erhaltene Morsedepesche des Feuerwehrmannes Beurle aus dem Jahre 1906. „Hier im Thurm Großfeuer“.


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Elektrischer Feuertelegraph von 1872

Der elektrische Feuertelegraph

Die "Morseschen Sprech- oder Schreibapparate", mit denen Signale gegeben werden konnten, wurden als "Feuertelegraph" an verschiedenen passenden Orten wie in Feuer und Polizeiwachen, oder auch bei verschiedenen privaten Einrichtungen, aufgestellt. Es waren die gleichen Apparate, die auch bei der Staats- und Eisenbahntelegraphie bereits eingeführt waren.

Die "Meldeapparate" wurden von den Mechanikern Siemens und Halske erfunden und gebaut.

Während die Sprech- oder Schreibapparate nur von besonders dazu geschulten Personen bedient wurden, konnten die so genannten Meldeapparate im Notfall von Jedermann betätigt werden.

Sprech- oder Schreibapparate waren auf eigens dazu errichteten Wachen, in öffentlichen Gebäuden und Anstalten usw. installiert.

Meldeapparate waren bei Privatleuten, deren Beschäftigung es möglich machte, dass sie zu jeder Tages- und Nachtzeit erreicht werden konnten, z.B. bei Bäckern, Apothekern usw.

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Hamburger Standfeuermelder

Standfeuermelder seit 1894

Die in feuerwehrrot gestrichenen Feuermelder gehörten früher zum Erscheinungsbild der hamburgischen Straßen. In den Zeiten, da öffentliche Fernsprecher selten waren und nur wenige Privatleute einen eigenen Fernsprechanschluss besaßen, waren die öffentlichen Feuermelder, die vor allem vor öffentlichen Gebäuden und an wichtigen Straßenkreuzungen aufgestellt waren, die einzige Möglichkeit, ein Schadenfeuer rasch zu melden.

Es gab große Standfeuermelder und kleinere Wandfeuermelder. Alle trugen die Aufschrift:
 

Scheibe einschlagen
Knopf tief drücken
Feuerwehr erwarten
Missbrauch wird bestraft

Der Alarm wurde über eine Feuermelderzentrale oder direkt an die Feuerwehreinsatzzentrale weitergeleitet.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die Straßenfeuermelder bis in die 1980er Jahre, nach und nach abgebaut, da flächendeckend öffentliche Telefonzellen eingerichtet wurden und fast jeder Haushalt einen eigenen Fernsprechanschluss besaß.

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Wandfeuermelder

Wandfeuermelder

Die runden Wandfeuermelder waren  an öffentlichen Gebäuden der Verwaltung, Theatern, Museen usw. oder in Betrieben installiert.

Der Wandfeuermelder trug wie die großen Standmelder die Aufschrift:


Scheibe einschlagen
Knopf drücken
Feuerwehr erwarten
Missbrauch strafbar


Der Alarm wurde an eine Feuermelderzentrale, z.B. beim Pförtner, oder direkt an die Feuerwehr weitergeleitet. Ein Melder existiert noch heute in einem Betrieb in Hamburg-Wilhelmsburg.

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