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Bei den Feuerwehrgeräten wird, durch den Bedarf nach besseren Einsatzgeräten, der technische Fortschritt
besonders deutlich. Lange Zeit hatte die Feuerwehr keinen Schutz vor schädlichem Rauch und Qualm auf
Brandstellen. Die Armaturen wurden damals aus Messing oder Bronze hergestellt und waren sehr schwer. Die
Strahlrohre waren noch nicht abstellbar und entsprechend groß war der Wasserschaden bei jedem
Löscheinsatz.
König´scher Rauchhelm
"König´scher Rauchhelm"
Lange Zeit hatte die Feuerwehr keinen Schutz vor schädlichem Rauch und Qualm auf Brandstellen. Es wurde auch
kein Bedarf gesehen. Im Gegenteil, es galt als Mut- und Bewährungsprobe, weitestgehend ungeschützt in
brennende Gebäude einzudringen. Man nahm höchstens seinen "Löschbart" zwischen die Zähne.
Erst zum Ende des 19. Jahrhunderts änderte sich die Lage, als die ersten Rauchhelme entwickelt wurden. Es
waren lederne Helme, die den ganzen Kopf umschlossen und vorne ein Sichtfenster besaßen. Mit Hilfe eines
fuß- oder handbetätigten Blasebalgs wurde dem Rauchhelmträger über lange Schläuche
Frischluft zugeführt.
Der Brandmeister König bei der Feuerwehr Altona, hat sich dabei mit seiner nach ihm benannten Erfindung
"Königscher Rauchhelm", der sogar mit einer Mannschutz- Wasserbrause kombiniert war, um die Verbesserung des
Atemschutzes sehr verdient gemacht.
Bis zur Einführung von Atemschutzmasken und umluftunabhängigen Atemschutzgeräten war der Rauchhelm
die einzige Möglichkeit, in verqualmte Räume einzudringen.
Vor und im zweiten Weltkrieg waren die Feuerwehren mit Kreislaufgeräten, auch Heeresatmer genannt,
ausgerüstet. Diese Geräte werden noch heute als Langzeit-Atemschutzgeräte eingesetzt.
Schaumgenerator "Minimax-Perkeo"
Schaumgenerator "Minimax-Perkeo"
In Hamburg beschäftigte sich die Feuerwehr bereits seit 1911 mit dem Schaumlöschverfahren.
Der Schaum wurde auf chemische Weise erzeugt, indem wässrige Lösungen von Natriumhydrogenkarbonat und
Aluminiumsulfat miteinander reagierten und somit Kohlensäure erzeugten. Durch die Zugabe von seifenbildenden
Stoffen wie Saponin entstand ein feinblasiger Schaum. Diese Art der Schaumerzeugung war umständlich und
erforderte einen großen apparativen Aufwand.
Um mobil sein zu können, wurde das Rührwerk und der schwergewichtige so genannte
Schaumgenerator bei der Hamburger Feuerwehr auf einen Anhänger montiert. So entstand die erste deutsche
fahrbare Schaumlöschanlage.
Als 1913 die Feuerwache Petroleumhafen in Dienst ging, wurde dort auch das erste deutsche Schaumfahrzeug mit
Benzinmotorantrieb stationiert.
1923 löste das wesentlich einfachere Luftschaumverfahren, an dessen Erprobung die Hamburger Feuerwehr
maßgeblich beteiligt war, den chemischen Schaum ab.
Bronze-Verteiler von Magirus
Verteiler
Seit jeher gibt es Wasserführende Armaturen wie Verteiler, Sammelstücke, Schlauchkupplungen oder
Strahlrohre, denn keine Feuerwehr kann ohne sie Löschwasser fördern.
Damals wurden die Armaturen aus Messing oder Bronze hergestellt und sie waren schwer. Jeder Brandeinsatz war
für unsere Vorväter somit auch Schwerstarbeit. Leichtmetall und Aluminiumlegierungen kamen erst in den
dreißiger Jahren auf. Die daraus gefertigten Armaturen wogen nur noch ein Drittel.
Die Strahlrohre waren noch nicht abstellbar und entsprechend groß war der Wasserschaden bei jedem
Löscheinsatz.
Als Schlauchkupplungen waren anfangs ausschließlich Schraubverbindungen gebräuchlich. Fast jedes
deutsche Land hatte sein eigenes System mit verschiedenen Querschnitten. Erfindungsreiche Klauenkupplungen sollten
den Nachteil der ungleichen Hälften beheben. Erst die symmetrische Storz-Kupplung beseitigte alle Nachteile.
Sie führte sich in den dreißiger Jahren nach und nach überall ein.

